LED-Treiber, LED-Betriebsgerät, LED-Konverter – Was ist das alles?

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LED-Betriebsgerät – Begriffsdschungel

….das richtige LED-Betriebsgerät finden!

Konnte man die klassische Glühlampe noch direkt an 230V anschliessen, so war für die Niedervolt-Halogenlampe schon ein Trafo erforderlich. Mit Einführung der Leuchtstofflampen sprach man von einem Vorschaltgerät und hatte dann gerade mal noch zwischen KVG und EVG in den Betriebsgeräten unterschieden.

Heute sind mit der LED sehr viele Leuchtmittel am Markt und insbesondere mit der LED in verschiedenen Ausführung. Damit verbunden und auch herkunftsbedingt haben sich unzählig viele Begriffe für diese „Wandler-Einheit“ eingebürgert. Immer mit der Aufgabe die 230V/50Hz Netzspannung umzuwandeln/transformieren und so für das jeweilige Leuchtmittel die geeignete Spannung oder Strom bereitzustellen.

Allgemein bekannte Bezeichnungen:

  • LED-Betriebsgerät:

    Allgemeiner kann man es nicht mehr ausdrücken. Ein Gerät zum Betreiben von LEDs oder LED-Modulen. Das kann ein Konstantspannungswandler oder LED-Treiber mit Konstantstrom sein.
    (Erklärungen folgt nachstehend)

  • Netzteil:

    Wie der Name sagt, der Teil eines Systems, welches zur Netzseite (230V-Seite) angeschlossen wird und die Betriebsspannung(en) oder Ströme, egal ob für ein LED-System oder in einem Computer, bereitstellt.

  • Vorschaltgerät:

    Ein Gerät, welches einer Betriebseinheit (z.B. LED-Modul oder Leuchtstoffröhre) vorgeschalten wird. Ohne nähere Spezifikation der Funktion. Diese unterscheiden sich u.a. in

    • KVG:

      Konventionelles Vorschaltgerät, ausgerüstet mit Drosselspulen, Trafos etc. Häufig in Verbindung mit Betrieb von Leuchtstofflampen bekannt. Hohe Verluste.

    • EVG:

      Elektronisches Vorschaltgerät, kommt ohne schwere Drosseln aus. Die Eingangsspannung wird gleichgerichtet und wieder in Wechselspannung höherer Frequenz gewandelt. Diese läßt sich dann mit kleinen Übertragern und verlustarm übertragen. Über das Verhältnis der Taktung (PWM) ist auch eine verlustarme Steuerung der Ausgangsgrößen möglich.
      Nachteil: Benötigen meist eine Mindestlast am Ausgang und sind Grund dafür, warum bei einer Umrüstung auf z.B. LED-Lampen, diese plötzlich nicht mehr funktionieren und dann durch ein spezielles LED-EVG, häufig als LED-Trafo bekannt, ausgetauscht werden muss.

  • LED Konverter:

    Konverter = Wandler, mit der Aufgabe z.B. 230V umzuwandeln in die Betriebsgröße (Konstantstrom oder Konstantspannung) für das jeweilige LED-Leuchtmittel (LED, LED-Modul, etc.)

LED-Betriebsgerät als Spannungswandler zum speziellen Betrieb von LED-Leuchtmitteln:
Damit sind die sog. LED-Lampen gemeint, welche in bekannter Weise mit einer integrierter Konstantspannungsquelle betrieben werden.

  • Konstantspannungsquelle:

    Im eigentlichen Sinne ein Netzteil, welches eine konstante Ausgangsspannung z.B. 12V bereitstellt.
    Häufige Verwendung als LED-Betriebsgerät für Niedervolt Lampen, wie Halogen oder LED-Lampen, wie z.B. mit GU5.3 Sockel oder auch LED-Stripes.

  • Trafo, bzw. LED-Trafo:

    Trafo steht als Kurzform für Transformator mit der Aufgabe Wechselspannung zu transformieren (wandeln). So werden z.B. aus einer 230V Wechselspannung am Eingang eine Ausgangsspannung von 24V erzeugt.
    Heute als LED-Trafo bezeichnete Geräte sind in der Regel spezielle EVGs mit einer geringen Mindestlast. Der Ausgangswert häufig 12V Konstantspannung.

LED-Betriebsgerät als Stromwandler zum speziellen Betrieb von LEDs oder LED-Modulen auch COB:
Aufgrund des elektrischen Kennlinien-Verhaltens einer LED muss diese mit einem konstanten Strom betrieben werden. Nur so ist stabiler Betrieb möglich. Übliche Werte: 350mA/700mA/1050mA u.a.
Auch hier sind versch. Begriffe für die gleiche Funktion im Umlauf.

  • LED-Treiber:LED-Betriebsgerät von TCI als LED Treiber, Maxi Jolly

    Der Elektroniker spricht bei einem LED-Treiber von einem besonderen Netzteil, welches einen konstanten Strom durch eine LED treibt. Daher auch der Name. Der Begriff LED-Treiber ist einer der am häufigsten verwendeten Begriffe.
    Der LED-Treiber kann auch Teil einer 12V LED-Lampe sein, welche eingangsseitig mit einer Konstantspannung von 12V betrieben wird. Der integrierte Treiber hat die Aufgabe daraus einen Konstantstrom für die LED erzeugt.
    Einer der beliebtesten und universellen LED-Treiber ist unter dem Namen Maxi Jolly US des Herstellers TCI bekannt. Universell deswegen, da über DIP-Schalter individuelle die Ströme eingestellt werden können. Wahlweise ist sogar Konstantspannungsbetrieb möglich. (Bild)
    Dieser ist eine besondere Variante eines LED-Betriebsgerätes.

  • Konstantstromquelle:

    Analog ein Gerät bzw. elektronische Komponente, welches einen konstanten Strom, wie z.B. 350mA oder 700mA oder mehr bereitstellt. Diese geschieht immer über eine Strombegrenzungsschaltung (siehe auch PWM). Konstantstromquellen treiben einen definierten Strom durch z.B. eine LED und werden somit auch LED-Treiber bezeichnet.

Wer noch weitere Begriffe zum LED-Betriebsgerät kennt, ist herzlich eingeladen diese hier im Blog vorzustellen und zu diskutieren.

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